Notizen (nicht nur) zu Reisen.

Monat: Dezember 2023

Winterreise Skandinavien# 5 – Schweden, Finnland, Fluss Kemijoki

26.12.2023 – zweiter Weihnachtsfeiertag

Wie so oft entscheidet einmal mehr Pauli wann die Nacht vorbei ist. Ich habe nicht auf die Uhr gesehen, aber nachdem Pauli mich mit Fiepen und auf-mir-herum-laufen geweckt hatte, zog ich mir schnell etwas über und bin mit Pauli die erste Morgenrunde gegangen. Zu meiner großen Freude, noch mehr Schnee. Alle Häuser waren hübsch geschmückt und weihnachtlich beleuchtet. Alles in allem eine sehr passende Stimmung für die Morgenrunde am 2. Weihnachtsfeiertag.

Pauli freute sich wie immer sichtlich und versank stellenweise bis zum Bauch im Schnee. Es war inzwischen -15° kalt und ich hatte die Handschuhe vergessen, weswegen ich unsere Runde zu Paulis Unmut sehr kurz halten musste.

Als wir wieder zurück am Nugget waren, waren die beiden Männer (1 Mann, 1 Männchen) bereits mit dem Rückbau der Betten beschäftigt. Nachdem beide Betten abgebaut waren gab es ein schnelles Frühstück. Wir freuten uns darüber das die Bindehautentzündung bei Felix bereits besser wurde und konnten die Häufigkeit der Augentropfengabe reduzieren.

Wir machten den Abwasch, entsorgten Müll, füllten Wasser auf und waren abfahrbereit bevor die Sonne richtig „aufgegangen“ war.

Es ging weiter die E4 entlang Richtung Norden. Das angepeilte Ziel für diesen Tag war Finnland, so weit in Richtung Rovaniemi wie möglich.

Diesmal habe ich entlang der E4 tatsächlich und 100%ig sicher einen Elch stehen sehen. Bei voller Fahrt waren wir so schnell vorbei dass ich an ein Foto jedoch garnicht denken brauchte. Die Fahrt war wieder sehr entspannt, da nach wie vor Weihnachten war, war kaum etwas los auf der E4 und wir kamen gut voran. Natürlich gab es wieder einige Stopps wegen: „Ich habe Durst“, „ich habe Hunger“, „ich muss mal“, „der Hund muss mal“, „der Hund hat Durst“, „Felix braucht Augentropfen“ (Ihr versteht das Prinzip, im weiteren Verlauf als „irgendwas ist immer“-Pausen bezeichnet.)

Als könnte man die Uhr nach unserem Kind stellen, kommt um 12 Uhr von der Rückbank, ich habe Hunger, hier kommt bald ein McDonalds. Diesmal wollten wir nicht schon wieder bei McDonalds halten und konnten Felix dazu bewegen zumindest mal etwas anderes zu versuchen. Ich dachte an ein Restaurant, am Ende wurde es jedoch ein Burgerladen der Kette „MaX“.
MaX kannten wir bisher nicht, es gab aber allerlei Interessantes und so bekam Felix einen Cheeseburger, Martin einen vegetarischen Burger und ich einen mit Huhn und Avocado und Jalapeno und: den einzigen Kaffee der ganzen Reise. Sehr lecker. Trotz des zweiten Weihnachtstages war der Burgerladen überraschend voll und es dauerte ein wenig bis wir uns mit dem Mittagessen wieder am Nugget, bei Felix und Pauli einfanden. Nach dem Essen ging es weiter auf der E4 in Richtung Finnland. Außer etwas Schneefall während der Fahrt gab es keine nennenswerten Geschehnisse. Die Straßenverhältnisse waren weiterhin sehr gut.

Nach einiger Zeit erreichten wir die schwedische Stadt Haparanda. Wir wussten, dass wir nicht mehr weit von der finnischen Grenze entfernt sind, aber da wir wohl nicht gut genug vorbereitet waren, waren wir doch überrascht als Haparanda nach der Überquerung eines Flusses nahtlos in die Stadt Tornio und somit Finnland überging. Bis auf ein kleines Schild, dass Finnland ankündigte, wäre es für uns beinahe nicht als Grenzübergang zu erkennen gewesen.

Wir hatten es geschafft! Finland haben wir tatsächlich im gesetzlich vorgeschriebenem Zeitfenster der Hunde-Wurmkur erreicht. Ab jetzt konnten wir es theoretisch langsamer angehen lassen.

Erster Versuch einen Stellplatz zu finden – erfolglos. Friedhof in Tervola, Finnland, 26.12.2023
Kirche in Tervola, Finnland, 26.12.2023

Wir fuhren noch ein Stück in Richtung Rovaniemi bis wir nur noch eine gute Stunde entfernt waren und beschlossen einen Übernachtungsplatz anzusteuern. Was uns in Finnland schnell auffiel, es gibt keine großen weitläufigen Rastplätze wie es sie in Schweden gibt. Es gibt seitlich der Straßen Parkbuchten, die direkt an die Fahrbahn grenzten. Wenig attraktiv um dort zu übernachten. Wir versuchten unser Glück über Park4Night aber es wurde offensichtlich dass die App zumindest in dieser Region noch weniger Übernachtungsmöglichkeiten bereit hält als zuvor in Schweden. Nachdem wir ca. 5-8 eingezeichnete Parkplätze entlang der Route erfolglos angeschaut hatten, nur um festzustellen, dass sie aufgrund des Schnees nicht erreichbar sind, fanden wir schließlich doch noch eine Möglichkeit am Fluss Kemijoki, dessen Zufahrtsstraße geräumt war. Auch dort war der Schnee grenzwertig hoch, aber mit dem Wissen, dass die Schneeketten im Auto sind haben wir es versucht und uns erfolgreich eine Fahrspur für Morgens vorbereitet.

Immer noch -15°. Am Rande des Parkplatzes und auch neben dem Nugget lag sehr viel Schnee. Pauli freute sich und auch Felix freute sich spätestens nachdem er die mitgebrachte Schneeschaufel entdeckt hatte. Beide tobten sich eine Weile im Schnee aus. Während ich den Nugget und das Abendessen vorbereitete sind Männer und Hund zu einem abendlichen Spaziergang aufgebrochen.

Das Essen war gerade fertig als alle wieder zurück am Nugget waren und so aßen wir zu Abend. Noch während des Abendessens tauchten bekannte Geräusche neben uns auf. Ein Schneepflug rumpelte an uns vorbei und räumte den Platz. Alles in allem sehr dicht um uns herum. Wir hatten Sorge, dass wir dem Schneepflug im Weg sind und Martin ist raus um zu fragen ob wir den Platz frei machen sollen, aber der Schneepflugfahrer hatte a) sicher noch reichlich zu tun und b) keinen Nerv für komische Leute die sich vermeintlich Sorgen um ihre Autos machen. Jedenfalls fuhr der Schneepflug einfach weiter nachdem Martin sich bemerkbar gemacht hatte.

Nach dem der Schneepflug weg war, durfte Felix etwas zocken und Martin und ich schauten noch 30 Minuten YouTube. (Mehr ging nicht wegen Müdigkeit und wir wollten ja am nächsten Tag früh raus um den Weihnachtsmann zu treffen).

Winterreise Skandinavien #4 – Schweden, Schneepflug, Schlafplatzsuche

25.12.2023 – erster Weihnachtsfeiertag

Morgens, 5:20 Uhr irgendwo auf einem Waldparkplatz in Schweden, plötzlicher „Krach“ weckt Martin, mich und vor allem den erschrockenen Pauli aus dem Schlaf. Kurzer Check „wer bin ich, wo bin ich, was ist das?“… Aha, 30 cm neben dem Auto verrichtet der örtliche Schneepflug seine Arbeit. Sobald Pauli merkte dass keiner in Panik ausbricht legte er sich wieder hin. Die Räumarbeiten und das damit einhergehende Geräusch dauerten ein paar Minuten aber dann konnten wir schnell weiter schlummern. Felix hat von all dem nichts mitbekommen, dieses Kind hat einen gesegneten Schlaf und um ihn zu wecken bräuchten wir wohl einen Schneepflug der das Auto rammt, oder ähnliches.

Gegen 8 Uhr entschied Pauli dass die Nacht jetzt fertig zu sein hat und er raus will. Da Martin und Felix noch schliefen wollte ich sie liegen lassen und mit Pauli eine Morgenrunde drehen. Ich genoss die Ruhe und freute mich wie Pauli sich im Schnee freute. Als ich wieder beim Nugget war musste ich feststellen, dass ich die beiden anderen leider mit meinem Krach doch geweckt hatte.

Wir bauten gemeinsam den Nugget zurück und während ich das Frühstück vorbereitete sind Martin, Felix und Pauli zu einer zweiten Morgenrunde aufgebrochen. Da sie – im Gegensatz zu mir – mit passendem Schuhwerk losgingen, wagten sie sich auf den Wanderweg der ca. 40cm hoch zugeschneit war. Zu Ihrer Freude war es morgens nur noch -1° kalt.

Nach ihrer Runde frühstückten wir in Ruhe.
Danach machte Martin noch ein paar Drohnenaufnahmen und Fotos während ich den Nugget innen abfahrbereit machte. Dank des Neuschnees mussten wir nun noch außen Schnee und Eis entfernen bevor es los gehen konnte.

Wir machten uns auf in Richtung Norden mit dem Ziel nach Möglichkeit Umea zu erreichen.

Die Straßen und alles andere erstrahlte in einer weißen geschlossenen Schneedecke. (Ich bin mal wieder gefahren, Schnee ist mir lieber als 2-spurige Kreisel). Es fährt sich erstaunlich gut auf geschlossenen Schneedecken und bald erreichten wir die E4 und es war zumindest eine der zwei bis gelegentlich drei Fahrspuren geräumt.

Ziemlich ereignislos fuhren wir ca. ein Stündchen auf der E4 bevor es wieder los ging mit: „ich hab Hunger, ich muss mal, ich brauche einen Mülleimer, ich brauche Augentropfen“ – das übliche halt. Wir fuhren auf einen zugeschneiten Parkplatz, erfreuten uns am hübschen, sehr sauberen und beheizten WC- Häuschen und ließen Pauli 2-3 Runden drehen. Nachdem alles erledigt war hieß es Fahrerwechsel und Martin übernahm das Steuer.

Nugget auf Rastplatz bei Iggesund, Schweden.
Auf einem Rastplatz bei Iggesund, Schweden, 25.12.2023

Wir kamen etwa zwei Stunden weiter als es von hinten hieß, „Ich habe Hunger, in 5 km kommt ein McDonalds. Können wir bei McDonalds etwas essen?“. Da wir Wasser sparen und nicht spülen, und nicht soviel Zeit beim Kochen und Co. verlieren wollten, und Cheeseburger ja auch irgendwie lecker sind willigten wir ein und Felix navigierte uns mit seinem Handy zum nächsten McDonalds.

Nach dem Mittagessen ging es weiter entlang der E4 in Richtung Norden. Zu unserer Überraschung konnte man trotz der Wetterverhältnisse und der verschneiten Straße sehr zügig voran kommen. Nach einer Weile kamen wir wieder an einen Rastplatz mit angrenzender Tankstelle und konnten dort zu unserer Überraschung und Freude Frischwasser auffüllen.

Bei der weiteren Fahrt haben wir evtl. von der E4 aus 2 Elche gesehen. Nun ja, höchst wahrscheinlich wahren es eher Pferde, ich sehe halt so schlecht auf große Entfernungen 😂.

Solange es Tageslicht gab erfreuten wir uns an der schönen und teils abwechslungsreichen Winterlandschaft entlang der E4. Als der Sonnenuntergang schon gegen 15 Uhr einsetzte, wurde uns zum ersten Mal während der Reise bewusst, das die Tage jetzt in nächster Zeit ziemlich kurz sein werden. (Ja, keine Überraschung aber wenn man es das erste Mal tatsächlich erlebt ist es schon ein „Aha“-Moment.)

Als wir kurz vor Umea waren versuchten wir wieder unser Glück über Park4Night und fuhren einen sehr großen Strandparkplatz an. Das positiv zu Erwähnende, wir kamen dank geräumter Straße zumindest bis zum Parkplatz. Nicht ganz so positiv, oder zumindest in Hinblick auf unsere Übernachtungspläne, eher negative Sache: Der gesamte Parkplatz lag unter einer 50-70 cm hohen Schneedecke. Mit dem Nugget (und vermutlich auch allem anderen was kein Schneepflug ist): keine Chance.

Okay, kurz gelacht und in der App nach Alternativen geschaut. Es wurden erschreckend wenig Parkmöglichkeiten angezeigt und bei den meisten davon war uns nach der aktuellen Erkenntnis klar, die Wahrscheinlichkeit das diese Plätze zugänglich sind, ist nicht hoch.

Martin fand dann einen Stellplatz bei einem Caravan-Händler, den wir ansteuerten. Der Händler und sein Stellplatz lagen am Ende einer Straße in einem sehr ruhigen Wohngebiet.

Wenn man immer darauf bedacht ist niemanden zu stören, dann fühlt es sich komisch an gegenüber eines Wohnhauses zu übernachten. Aber was soll es, wir buchten online einen der freien Stellplätze und parkten den Nugget. Während des Buchungsvorgangs kamen wir ins Gespräch mit einem netten Engländer der zu diesem Zeitpunkt bereits eine lange Tour über England, Frankreich, Deutschland, Dänemark, Schweden und Finnland hinter sich hatte und sich jetzt mit seinem Gespann und der Familie, die er in Finnland eingesammelt hatte, auf dem Weg nach Süden befand.

Nachdem wir den Nugget umgebaut hatten, bereitete ich das Abendessen vor und Martin, Felix und Pauli begaben sich bei -11° auf die abendliche Gassi-Runde. Da die frische Luft und das Fahren uns (Höhlenmenschen IT-ler) immer sehr müde macht ging es nach dem Abendessen früh ins Bett und das Einschlafen fiel in der ruhigen Gegend gar nicht schwer.

Winterreise Skandinavien #3 – Schweden, E4, Heiligabend

24.12.2023 – Heilig Abend

Nachdem wir die erste Nacht ruhig schlummernd am Stellplatz des Schloss Tjolöholms verbracht hatten wurde Felix morgens mit einer nicht so schönen aber auch nicht ganz unerwarteten Überraschung wach. Die Bindehautentzündung hatte jetzt auch das zweite Auge erreicht. Also weiterhin Stündlich Augentropfen und jetzt auf beiden Augen. Als wir Felix versorgt hatten ging es nach einem leckeren Frühstück und Morgenspaziergang mit Hund am leeren Strand weiter in Richtung Norden.

Der weitere Plan für den Tag war, den Inlandsvegen nach Norden zu fahren um bei Dorotea Richtung E4 abzufahren. Streng genommen ist von Süden kommend die Route an der E4 – entlang des Bottnischen Meeresbusen – die kürzeste, wir hatten jedoch auf Nordlandblog.de gelesen, dass sich die Strecke durch das Landesinnere schneller zurücklegen lässt. Meidet man damit die verkehrsreichen Ballungsgebiete entlang der E4. So wollten wir daher den Hinweg gestalten. Leichter gesagt als getan.

Als wir am Schloss los fuhren lief erstmal alles gut, irgendwann bemerkten wir, dass das Auto-Navi partout an der E4 entlang möchte, wir haben versucht das über näher liegende Wegpunkte zu verändern, aber das Navi sah dies anders, wollte immer zur E4. Okay, wir sind dann auf Google Maps umgestiegen, hier sah alles erstmal gut aus, bis wir an einem Kreisel eine für uns unerwartete Abfahrt nahmen. Nun gut, wir hatten keine Lust mehr gegen die Technik anzukämpfen und dachten uns an Weihnachten wird es wohl auch auf der E4 ziemlich leer sein.

Wir fuhren also nördlich des Vättern See durch eine verschneite Winterlandschaft Richtung Osten. Ich weiß nicht wie viele Kreisel wir passieren mussten, aber es waren mit Sicherheit 40+ und ich habe mir wirklich sehr ein Automatikgetriebe gewünscht. Fun Fact: An dem Morgen fuhr erst Martin und es gab auf „seiner“ ganzen Strecke keine Kreisel und auch nach dem nächsten Fahrerwechsel gab es keine Kreisel mehr. Was bin ich doch für ein Glückskind 🤔 …

Nach einigen Stunden Fahrt erreichten wir die Vororte von Uppsala und fanden mit Hilfe von Park4Night einen geräumten Wanderparkplatz an dem wir niemanden stören sollten. (Naja, fast niemanden, Weiteres in Teil #4).

Die Temperatur war inzwischen auf -12° gefallen. Der Parkplatz war gut befahrbar und schön gerade und an den äußeren Bereichen türmte sich der Schnee.

Als wir gerade anfangen wollten den Nugget für unseren Weihnachtsabend vorzubereiten fing es an zu schneien, was kann es schöneres geben als eine Winterlandschaft und Schneefall an Weihnachten, für uns nicht viel. Beim abendlichen Gassi kam wieder Paulis Begeisterung für Schnee zum Vorschein, ich kann es schlecht beschreiben aber der Hund hüpft und springt begeistert durch die weiße Pracht und man sieht förmlich wie toll er das findet.

Felix verbrachte die Vorbereitungszeit im oberen Bett während wir unten den Mini-Weihnachtsbaum und die Geschenke verteilten. Bei heißem Kakao und Plätzchen verbrachten wir dann einen schönen Heiligabend bevor wir es uns dann mit unserem Weihnachtsdinner gut gehen ließen. Weihnachtsdinner hieß in dem Fall Bruschetta, dass hatte sich Felix bereits vor der Abfahrt gewünscht und ich muss zugeben, Toast (hatten kein Baguette) mit Tomaten, Knoblauch und Balsamico kann man im Nugget besser vorbereiten als Weihnachtsgans 🙂

Nach dem Abendessen spielten wir noch ein paar Spiele bevor uns die Müdigkeit in die Betten trieb.

Winterreise Skandinavien #2 – Dänemark, Schweden, Schloss

Am 23.12.23 ging es für uns weiter vom Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg zum Schloss Tjolöholm in der Nähe von Göteborg.

Bevor es los ging mussten wir feststellen, dass der Nugget wohl verflucht ist. Zum Dritten Mal in Folge wachte Felix mit einem geschwollenen Auge auf. Die letzten beiden Male war dies durch Mückenstiche verursacht, dies konnten wir diesmal aufgrund der Temperaturen natürlich ausschließen.
Felix hat eine Bindehautentzündung mit in den Urlaub gebracht. Bevor es so richtig los gehen konnte, besuchten wir also erst einmal die Bismarck Apotheke in Rendsburg. Unwahrscheinlich aber nur für den Fall: Liebe Apothekerin, Vielen Dank für Ihre Hilfe und Beratung. Ab da bekam Felix an diesem Tag stündlich Augentropfen.

Nun ging es endlich weiter in Richtung Dänemark.
Da wir mit Pauli unterwegs waren und er im letzten Urlaub auf der Fähre so fertig war, dass wir deshalb schon den Rückweg trotz gebuchter Fährverbindung über Land antraten, kamen Fähren für uns diesmal gar nicht erst in Frage und wir nahmen den Landweg über Dänemark und die beiden großen Brücken.

Grenzüberfahrt nach Dänemark
Grenzübertritt nach Dänemark, 23.12.2023

Bei blauem Himmel, Sonnenschein und wenig Verkehr kamen wir gut durch und erreichten bald die Stoerebalt- und die Öresundbrücke. Für das Bezahlen der Brücken-Maut nutzen wir seit dem letzten Sommerurlaub einen Brobizz Transponder und können somit ohne langes Anstehen die Mautstation passieren. Vor der Schranke piept kurz der Brobizz bevor sich selbige öffnet. 30 – 60 Minuten später meldete sich dann bereits die Maut-App und verkündete die Abbuchungen der Brückenmaut von de dort hinterlegten Kreditkarte. Bei einem näheren Blick auf die Abrechnung in der Brobizz-App bemerkten wir, dass unsere „Kofferraumkiste“ leider das Auto in eine teurere Fahrzeugkategorie gebracht hat. Für das Passieren der Stoerebalt Brücke haben wir 77,12€ und für das Passieren der Öresundbrücke 59,01€ gezahlt.

In Schweden angekommen ging es erst einmal zur nächsten Tankstelle. Was uns in Skandinavien gut gefällt sind die Kartenzahlungen an der Zapfsäule. Für uns spart das Zeit und, dadurch dass Papa nicht jedes Mal irgendwas leckeres aus der Tankstelle mitbringen muss, auch Geld. Uns gefallen auch sehr gut die beheizten kleinen Häuschen/Schränkchen an den Tankstellen in denen Wischwasser, Reinigungseimer und oft auch Druckluft bereitgestellt werden.

Nach dem Tankstopp und ein paar weiteren Pausenstopps ging es für uns weiter zum Schloss Tjolöholms. Auf dem Weg dorthin änderte sich nicht nur die Landschaft sondern auch die Wetterlage und wir hatten die ersten vereisten Straßen vor uns. Bevor wir das Schloss erreichten, mussten wir erst noch ein paar Ehrenrunden drehen da wir uns dank meiner Navigationskünste (ich gebe irgendein Ziel in der Wunschregion ein und denke mir „Ich stelle das später noch genauer ein“) verfahren haben. Das war das erste „Verfahren“ in diesem Urlaub aber es wird nicht das letzte Mal gewesen sein…

Als wir dann das Schloss und dessen Stellplatz erreichten lagen dort ca. 10 cm Schnee und wir waren die einzigen Übernachtungsgäste weit und breit.

Wir sprangen in die warme Kleidung samt Schuhen, Mützen und Handschuhen und machten einen abendlichen Spaziergang zum weihnachtlich beleuchteten Schloss und seinen Nebengebäuden. Es war teilweise sehr glatt aber einfach schön und weihnachtlich und wir hatten viel Spaß. Als wir nach einem Stündchen wieder am Nugget ankamen verkündete Felix, dass es einen seiner Handschuhe verloren hat 😦. So machten sich Felix und Martin auf, die ganze Runde nochmal abzulaufen um den Handschuh zu suchen und anschließend zu finden 😃. Ich konnte in Ruhe das Abendessen vorbereiten. Ziemlich müde ging es dann für alle ziemlich zeitig ins Bett.

Winterreise Skandinavien #1 – Abfahrt, Rendsburg

22.12.2023 – die Schule endete nach der 3. Stunde, die Winterferien begannen nun auch in Hessen. Endlich! Wochenlang waren wir Urlaubs bzw. Ferienreif und nun ging es endlich los.

Der Nugget wurde bereits im Laufe der vergangenen Tage reisefertig gepackt, der Hund war morgens noch beim Tierarzt wegen der zur Einreise nach Finnland und Norwegen notwendigen Wurmkur. Sobald Felix zuhause war ging es los in Richtung Norden.

Aufgrund des Ferienanfangs, der Wochenendpendler und dem anstehenden Weihnachtsfest hatten wir Schlimmes auf deutschen Straßen erwartet, sollten jedoch positiv überrascht werden. Dem Stau im Rhein-Main-Gebiet sind wir scheinbar früh genug entkommen und selbst der Stau vor dem Elbtunnel in Hamburg war schon schlimmer. Wettertechnisch war es einfach nass und grau, jedes einzelne Mal wenn wir uns außerhalb des Autos die Beine vertreten oder Pauli etwas Ausgang geben wollten fing es an zu schütten. Aber da wir ja keine Deutschlandreise geplant hatten sollte uns das auch egal sein. Es hieß Strecke machen um rechtzeitig in der durch die Wurmkur vorgegeben Zeit in Finnland anzukommen. Der grobe Plan war, zu schauen wie weit wir kommen und irgendwo hinter Hamburg zu übernachten.

Auf der Suche nach einem kurzfristigen Übernachtungsplatz ist uns aufgefallen, dass wir uns mal wieder dem Nord-Ostsee-Kanal (NOK) nähern, den wir bereits im Oktober besucht hatten. Da es uns dort gefallen hatte wollten wir diesmal einen anderen Stellplatz am NOK versuchen und den Tag mit Blick auf ein paar großen Schiffen ausklingen lassen.

Nach ca. 610 Km kamen wir am „Wohnmobilstellplatz am Kreishafen“ in Rendsburg an.
24h auf diesem Platz kosten 16€. Der Platz bietet Strom und Wasser gegen eine geringe Gebühr und Entsorgung kostenlos an. Es gibt Sanitäranlagen. Diese haben wir nicht genutzt, aber vom äußeren Erscheinungsbild müssten Sie relativ neu sein.

Das Positiv- sowie Negativ-Highlight neben dem NOK war die angrenzende und beleuchtete Eisenbahnbrücke, die unterhalb eine seltene Schwebefähre beherbergt. Positiv weil sehr hübsch anzuschauen durch eine farbige Beleuchtung, negativ da die dazu passenden Züge regelmäßig vorbei kamen – mit entsprechender Geräuschkulisse.

Das besonders nette im Hinblick auf die Beleuchtung war: mit einem Handrad kann man die Farbe der Beleuchtung des Brückenpfeilers, wo man sich gerade aufhält verändern. Wenn dann die Schwebefähre von diesem Brückenpfeiler zum nächsten fährt, hat sie die Farbe dort auch hin „transportiert“.

Vorbereitung Winterreise 2023 #2

Unser Nugget hat bereits Bi-Xenon Scheinwerfer, die die Straße gut ausleuchten.
Dennoch inspiriert durch einen Beitrag im Nuggetforum, haben wir uns entschieden Zusatzscheinwerfer in unser Auto einzubauen.
In der Dunkelheit und vor allem bei den Fahrten durch das winterlich-dunkle Skandinavien können diese nur von Vorteil sein.

Teile

Folgende Teile wurden verbaut:

  • Osram LED Scheinwerfer „Lightbar SX180-SP“
  • Osram Kabelsatz „Wire Harness AX 2LS“

Einbau

Das ist keine Anleitung. Nur eine Dokumentation, wie wir den Einbau vorgenommen haben.

Vorbereitung Winterreise 2023 #1

Als Vorbereitung auf die Winterreise nach Skandinavien haben wir eine Alu-Kiste auf unserem schon vorhandenen Fahrradträger montiert, um den Stauraum zu erweitern.

Statt eine fertige Heckgepäckträger-Lösung (für viel Geld) zu kaufen, war dies eine kostengünstige Lösung:

Fahrradträger: Atera Strada Evo 3 (schon vorhanden)
Alu-Kiste ALUBOX E141B (141l): ~210€
Kleinteile (Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben): ~3€

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