Übersicht
Anzahl der Nächte: 5
Bereiste Länder:
🇫🇷 Frankreich
🇨🇭Schweiz
Stellplätze
- Camping-Car Park Saint-Avold 🇫🇷
- Camping-Car Park Saales 🇫🇷
- Wohnmobilstellplatz Eguisheim 🇫🇷
- Camping Jaunpass 🇨🇭
- Wohnmobilstellplatz „Bärenwiese“ Ludwigsburg 🇩🇪
Tag 1
Das umständliche Verlassen des Rhein-Main-Gebiets am Nachmittag des Gründonnerstags kostete uns einige Nerven. Viele Baustellen und eine gesperrte Autobahn, von der das Navi leider nichts wusste, trugen ihr Übriges bei. Kommt davon, wenn man an der Ford „Connected Navigation“ spart…
Jedoch gestaltete sich die restliche Fahrt Richtung Frankreich sehr unkompliziert. Selbst die Mautstellen konnten wir schnell passieren, indem wir einfach per Apple Pay bezahlt haben.
Den ersten Stellplatz auf dieser Reise hat Carina rausgesucht; er befindet sich in Saint-Avold, unweit der Grenze zu Deutschland.
Tag 2
An diesem Tag ging es nach Metz, ein schönes Städtchen direkt an der Mosel.
Einen Parkplatz und Wohnmobilstellplätze gibt es dort ebenfalls.
Von dort aus ging es dann auf kurzem Weg in die sehr ansehnliche Innenstadt.
Auf dem Weg dorthin wurden wir – oder besser Pauli – von einer netten Dame auf Französisch angesprochen. Als wir mit sehr gebrochenem Französisch sagten, dass wir die Sprache nicht sprechen, sagte sie, sie ebenfalls nicht und fuhr auf Deutsch fort – interessant.
Letztlich freute sie sich, weil Pauli aussah wie ihr verstorbener „Luigi“.
Interessant, welche Zufälle man erlebt in einer fremden französischen Stadt.
Beim anschließenden kurzen Frühstück in einem Cafe stellten wir fest, dass es doch noch recht kühl ist im Schatten und mussten leider mehr oder weniger frieren.
Weiter ging es anschließend nach Saales, einem netten Örtchen am Rand der Vogesen. Hier gab es einen netten, ruhigen Stellplatz. Dieser bot viele schiefe Stellplätze, wovon wir beim ersten Versuch auch glatt einen erwischten.
Da wir keine Keile dabei hatten – die lagen gut verpackt in der heimischen Garage, machten wir uns kurz fußläufig mit dem Platz vertraut und machten eine Parzelle aus, die am wenigsten schief erschien – Glück gehabt.
Beim abendlichen Gassi sahen wir uns dann einen Pizzaautomaten näher an.
Diese hatten wir bei anderen Ortsdurchfahrten vorher schon gesehen und fanden die Idee spannend.
Spontan orderten wir eine Burger-Pizza. Nach der Zahlung per Apple Pay und drei Minuten später spuckte der Automat eine gut duftende, heiße Pizza in der Pappschachtel aus. Wieso gibt es das bei uns nicht…?
Tag 3
An Tag 3 ging es zur Feste Kaiser Wilhelm II. (Fort de Mutzig). Eigentlich wollten wir alle drei (plus Hund) in die Feste. Allerdings stellte sich heraus, dass Carina und Pauli die doch recht beengten Räumlichkeiten nicht behagten, so setzen Felix und Ich die Besichtigung allein fort.
Das vor über 100 Jahren errichtete Stahlbetonbauwerk in einem Berggelände machte Eindruck. Sowohl technisch als auch historisch.
Weiter ging es anschließend nach Straßburg. Wir suchten vergeblich nach einem für uns geeigneten Parkplatz. Die Erkundung per Auto stellte sich allerdings als nicht wirklich praktikabel heraus. Der Fokus der Stadtplaner richtet sich auf Radfahrende und den öffentlichen Nahverkehr. Wir kommen wieder, dann entsprechend vorbereitet.
Wir beschlossen also Straßburg zu verlassen. Da es von hier aus nicht weit nach Kehl (🇩🇪) ist, sind wir dort kurzerhand zum nächsten Aldi gefahren.
Wir waren nicht die einzigen, die aus dieser Richtung den Markt besuchten.
Dort kauften ebenfalls sehr viele Franzosen ein. Ein Gewusel vom Feinsten…
Als Schlafplatz für diese Nacht suchten wir uns Colmar aus. Allerdings waren die von uns favorisierten Stellplätze bereits voll. Nach kurzer Recherche in Park4Night machten wir uns auf nach Eguisheim. Hier hatten wir richtig Glück: Wir konnten den allerletzten Wohnmobilstellplatz ergattern.
Der angrenzende PKW-Parkplatz war ziemlich voll und auch hier herrschte viel Gewusel.
Das nahmen wir zum Anlass, uns Eguisheim einmal genauer anzuschauen.
Schnell wurde uns klar, dass die gute erhaltene mittelalterliche Innenstadt tatsächlich ein Besuch wert ist. Wir kennen solche Stadtkerne bereits aus unserer Heimat (Idstein, Limburg, Bad Camberg). Eguisheim allerdings bietet gefühlt mehr von diesen alten Gebäuden in noch schmaleren Gassen.
Am schon fast sommerlichen Abend stärkten wir uns dann in einem Café/Lounge bei elsässischem Wein, Smoothie und einer Käseplatte (die Küche war bereits geschlossen). Anschließend ging es dann zurück zum Nugget.
Tag 4
Heute versuchten wir es noch mal mit Colmar. Wir waren bereits relativ zeitig (kurz vor 10) da und fanden auch einen Parkplatz, unweit der Innenstadt. Zwar mehr zufällig als wissend aber manchmal hat man auch mal Glück.
Erneut nach Colmar zu fahren hat sich definitiv gelohnt. Hier finden sich ebenfalls sehr schön erhaltene bzw. renovierte Fachwerkbauten aus längst vergangener Zeit. Das schöne, milde Wetter nutzten wir hier ebenfalls, um Kaffee und Orangensaft in einem Pub zu verzehren. Mit der Zeit wurde es voll im Außenbereich und wir entschlossen weiterzuziehen.
Wir schlenderten weiter durch die Gassen und bestaunten die liebevoll österlich geschmückten Grünflächen und Gebäude.
Viel Mühe und Arbeit stecken die Franzosen hier in ihre Umgebung – wow.
Die nächste Etappe sollte anschließend an den Genfer See gehen. Nach sehr schicken französischen Städten wollten wir ebenfalls spektakuläre Natur sehen.
Da zumindest Felix und ich noch nie vorher in der Schweiz waren, bot sich dieser Besuch an.
Erste Erkenntnis: Der Vignettenkauf ist ziemlich einfach, kein Vergleich zum Scam beim Versuch eine österreichische Vignette zu kaufen.
Direkt beim Grenzübergang gab es die Möglichkeit über eine separate Fahrspur beim Verkauf vorbeizufahren. In diesem Fall bestand der „Verkauf“ aus einem Herren, der an besagter Spur direkt die Vignette verkaufte. Zahlung direkt am tragbaren Kartenterminal mit Smartphone – genial.
Weiter ging es über gut ausgebaute Autobahnen inklusive Raststätten mit Ver- und Entsorgung für Wohnmobile. Wenn sie nicht von normalen Autos als Haltemöglichkeit genutzt werden, kann man sie sogar mit dem Wohnmobil befahren…
Ziemlich unspektakulär durch relativ flaches Land ging es weiter Richtung Genfer See. Dann, kurz vor dem Genfer See, tauchten langsam schneebedeckte Berggipfel auf.
Angekommen in Lausanne, einer Großstatdt im französischsprachigen Teil der Schweiz, die erste kleine Überraschung: An der Tankstelle konnten wir uns leider nicht mit der Kassiererin unterhalten. Wir können kein französisch und sie konnte kein englisch oder deutsch.
Andere Erfahrungen haben wir die Tage zuvor in Frankreich gemacht.
Aber gut, bezahlen konnten wir trotzdem und „Merci“ und „Au revoir“ kriegen wir auch so hin.
Anschließend ging es weiter. Wir fuhren weiter und suchten einen Parkplatz am See. Das gestaltete sich erwartungsgemäß als nicht ganz einfach und so fuhren wir weiter am See entlang.
Wir versuchten es in mehreren Orten, bis wir dann in Lutry fündig wurden.
Wir schlenderten anschließend am Ufer entlang und genossen das Wetter und den Ausblick.
In einem Café am Ufer genehmigten wir uns Cappuccino und Cola. Die Bestellung war auch hier nicht ganz einfach. Wir konnten die Bestellung weder auf französisch noch auf spanisch äußern. Mit englisch sind wir dann aber gerade so zum Ziel gekommen.

Die Suche nach einem Wohnmobilstellplatz am Genfer See gestaltete sich schwierig. So haben wir dann entschlossen, weiter in die schweizer Berge zu fahren. Auf dem Campingplatz Jaunpass haben wir dann schließlich unser Nachtlager aufschlagen können. Netterweise hat uns die Dame an der Rezeption sogar noch nach der eigentlichen Öffnungszeit bedient und Auffahrkeile konnten wir sogar auch noch leihen.
Fest steht, die schweizer Bergwelt ist atemberaubend und wir kommen definitiv wieder.
Tag 5
Es ging weiter durch die Schweiz nach Stuttgart. Vorher allerdings machten wir noch einen Abstecher zum Rheinfall in Schaffhausen.
Danach ging es weiter zum Schlafplatz. Dieser sollte auf einem Parkplatz in Ludwigsburg bei Stuttgart sein. Wieder einmal hatten wir sehr viel Glück. Auf dem Parkplatz gibt es sieben Stellplätze. Als wir ankamen waren alle belegt.
Während wir nach einem Ausweichplatz gesucht haben, fuhr jemand weg und wir hatten unseren Schlafplatz.
Wir waren auf dem Parkplatz bzw. Wohnmobilstellplatz „Bärenwiese“. Dieser ist unweit des berühmten Barockschlosses entfernt und besuchten dieses dementsprechend kurz.
Tag 6
Die Ziele des heutigen Tages waren Porsche-Museum und Zuhause.
Mangels Parkmöglichkeiten für einen Camper am Porschemuseum (ausgewiesener Womo Stellplatz war bereits voll), ließ uns Carina einfach auf einem nahegelegenen Parkplatz raus.
Da wir vor 10 Uhr im Museum waren, konnten wir vom Early Bird-Tarif profitieren und von einer überschaubaren Anzahl von Mitbesuchern.

Felix und ich genossen die Ausstellung sehr. Für alle auto- bzw. porschebegeisterte Leute sehr zu empfehlen.
Carina sammelte uns anschließend wieder ein und wir machten uns auf den Weg nach Hause.











